Nida- Die Kurische Nehrung

Die Kurische Nehrung ist ein schmale Landstreifen zwischen Kurischem Haff und Ostsee. Am Ende liegt der Ort Nida nahe an Kaliningrad / Russland. Kaliningrad war früher Ostpreußen mit der Stadt Königsberg. Wir machten in Nida Station auf den dortigen Campingplatz. Der Platz liegt direkt vor den Dünen. Es ist nicht weit in die Ortschaft und an die Ostsee. Beim Einchecken wurden wir darauf sensibilisiert, dass auf den weitläufigen Dünen die russische Grenze unsichtbar verläuft. Wenn wir keinen Ärger wollten, sollten wir diese nicht überschreiten,


Das idyllische Nida
Nida mit ca. 1500 Einwohnern in idyllischer Lage hat viel zu bieten. So ist an der Ostsee ein sehr langer Sandstrand, der zum Baden einlädt. Im Hafen am Haff liegen Fischerboote und Boote, die Touristen in das nahe Memel Delta bringen. Im Delta ist eine riesige Vogelstation untergebracht. Leider fuhren während unserem Aufenthalt wetterbedingt keine Boote dahin. Aber auch die Parnidis-Düne in Richtung Russland ist eine wundervolle Wanderung wert.


Im Zentrum sind die berühmten Kurenwimpel zu sehen. Eine überragende Kunst. Jeder Wimpel erzählt die Geschichte einer Familie, wie z.B. Anzahl Kinder und wo und wie der Eigentümer wohnt. Auch wir erwarben eine kleinere Ausführung mit unserer Geschichte. Was den Ort beschaulich macht, sind die vielen in Wohnhäuser untergebrachten kleinen Gaststätten mit ein paar Tischen im Garten. Hier gibt es ausschließlich örtliche Spezialitäten, wie die sehr leckere Rote-Beete-Suppe.




Das Thomas Mann Haus

Auf einer kleinen Anhöhe mit tollem Blick auf das Haff steht das Ferienhaus von Thomas Mann. Er verbrachte hier zwischen 1930-1932 die Sommermonate, um Bücher zu schreiben. In diesem Haus ist heute ein interessantes Thomas Mann Museum untergebracht, der seine Jahre in Nida zeigt. Neben Möbel und Bilder, wie er. z.B. über Königsberg hierher mit seiner Familie reiste, sind auch Briefe an seine Freunde ausgestellt, die nicht selten seine Sorgen um die Geschehnisse in Deutschland ausdrückten. Ein sehenswertes Museum.


Während wir durch Nida schlenderten, verstanden wir warum Thomas Mann, der Nida „Als schönstes Ende der Welt“ bezeichnete, sich diesen Ort aussuchte. Es ist so schön hier zu sein und am liebsten würde man selber bleiben, oder zumindest ebenfalls ein Ferienhaus besitzen wollen.