Inari und die Samen
Inari-See
Im Dauerregen bei 14 Grad ging es weiter Richtung Inari-See, der im Gebiet der Samen liegt. Gelegentlich befanden sich Rentiere auf der Straße. Unser Ziel war eigentlich eine Husky-Farm mit Camping, um da u. a. Wasser zu tanken. Bei diesem Regen machte die Farm keinen Sinn mehr.
Also Planänderung, das Wasser konnten wir an einer Tankstelle auftanken, das hieß via Kanister 12x von Innen durch den strömenden Regen nach draußen zum WoMo. Der Tag war eh gebraucht und wir beschlossen vor dem Inarie-See zu übernachten.
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Der See mit mehr als 1.000 km² ist etwa doppelt so groß wie der Bodensee und drittgrößter See in Finnland. In dieser riesigen Seefläche sind über 3000 Inseln zu finden.
Im Wasser schwimmen allerlei Fischarten wie Forelle, Seelachs, Arktischer Saibling, Weißfisch, Äsche, Barsch und Hecht. Natürlich ist im Winter dieser See komplett zugefroren, wenig überraschend, befindet er sich nördlich des Polarkreises.
Die Seenplatte ist von Kieferwäldern umgeben und außerhalb der Stadt Inari ist diese Gegend sehr dünn besiedelt. Nicht verwunderlich, dass wir bei der Fahrt am Inari pure Natur bekamen.
Siida- Samen Museum
Diese Stadt am südlichen Ende des Sees und Namensgeber beherbergt das SIIDA Museum. Es ist ein Naturkunde-Museum über die Samen. Eine Besichtigung ist empfehlenswert. Das Siida Museum widmet sich ganz dem Leben und der Kultur der Samen und hat einen Innen- und Außenbereich.
Im Innenbereich sind Werkzeuge, Waffen und Kleidungstücke der Samen ausgestellt. Mehrere Videoleinwände und Schautafeln erzählen die Geschichte der Samen.
Der Außenbereich widmet sich, wie die Samen gelebt haben. Hier sind Hütten, Zelte und Tierfallen zu sehen.
Beeindruckende Tierfallen
Besonders die Tierfallen waren im Außenbereich beeindruckend, wirkten aber auch grausam auf uns. Sie erzählen wie anstrengend die Jagd nach Nahrung wohl war. Für jede Tiergattung wurde eine spezielle Falle entwickelt. Lange Zeit gab es Samen, die sowohl an einem festen Wohnsitz lebten, als auch Nomaden, die den Rentierherden hinterherzogen. Mittlerweile gibt es keine wilden Rentiere mehr, sie alle sind numeriert und gezähmt.
Das Gebiet der Samen erstreckte sich über die heutigen 4 Länder: Schweden, Finnland, Norwegen und Russland. In allen Ländern sind die Samen als Urvolk anerkannt.
Inari See
Infobox: Museum-Eintritt=15.-€. Die E75 ist gut ausgebaut. Vor dem Museum ist ein großer Parkplatz. Innerhalb der Stadt Inari ist campen verboten. Die Tankstellendichte wird geringer, aber ist noch ausreichend. Wasserstellen gibt es wenige. Kostenloser Ü-Platz Karhunpesäkivi
GPS: 68.81694234, 27.313705 Fahrstrecke 322km 4h.
Strecke nach Inari































