|

Kassandra- Chalkidiki’s linker Finger

Nach einigen Versuchen auf Kassandra einen Ü-Platz zu finden, wurden wir vor dem Dorf Siveri fündig. Ein sehr guter Platz oberhalb des Meeres mit Blick auf Siveri und dem Meer löste in uns erstmals das gewisse Reisegefühl aus. Wir standen alleine auf dem Platz, die Nacht war ruhig. Lediglich ein Einheimischer holte am Abend sein Boot via vorhandene Slipanlage aus dem Meer und verließ den Platz.

kassandra
Verlassene Elani Beach

Kassandra, nach der die Insel benannt ist, war die Tochter des trojanischen Königs Priamos und dem griechischen Gott Apollon. Berühmt sind die sogenannten Kassandrarufe. Dies sind schlechte Warnungen, die trotz Richtigkeit ignoriert werden. Natürlich hat diese Örtlichkeit nichts damit zu tun, es ist eine beliebte Ferienregion.

Kap Possidi

kassandra
Kap Possidi

Wegen seiner Landzunge in das Meer wird Possidi auch als Bol von Kroatien bezeichnet.
Possidi ist ein Feriendorf mit vielen Apartments, Hotels und Restaurants.
Vor der sandbedeckten Landzunge steht ein Leuchtturm, dahinter beginnt eine hüglige grüne Landschaft. Insgesamt bildet dies ein hübsches Szenario. Am Ende vom Ort befindet sich ein großer Campingplatz, der sich zu dieser Jahreszeit im Winterschlaf befand.

Immerhin war ein Restaurant im Ort geöffnet. Um diese Jahreszeit waren wir die einzigen Touristen in Possidi, so konnten wir bequem am weitläufigen Strand parken.

kassandra
Alleine an einem langen Strand

Chalkidiki: Possidi Beach MAR26

kassandra
Ferienanlage mit Leuchtturm
kassandra
Das Kap umspült vom Meerwasser
kassandra
Weitläufige Strände

St. Nicholas Kapelle

kassandra
Kapelle St. Nicholas

Nur ca. 40 km von Possidi entfernt, befindet sich die St. Nicholas Kapelle auf der Ostseite von Kassandra. Weitestgehend entlang einer schönen Küstenstraße fuhren wir die kurze Strecke bis zu dieser Kapelle. Die Kapelle war geöffnet. Weit und breit war niemanden zu sehen. So parkten wir unseren Kasten hinter der Kapelle mit Blick auf Meer, den Mittelfinger Sithonia mit dahinterliegendem Berg Athos.
Dieser tolle Platz liegt auf einer kleinen Landzunge in einer Bucht.

Die Gegend hat ein paar hübsche Wanderwege zu bieten. Alsbald machten wir uns auf zum Kap Sevas. Es ist eine tolle Rundwanderung mit gutbegehbaren Wegen. Waren am Anfang einige Klippen zu bewundern, ging der Weg später durch viele Olivenhaine.

kassandra
Kapelle mit unserem Kasten
kassandra
Steile Klippen
kassandra
Ein paar Buchten
kassandra
Gut begehbare Wege
kassandra
Kap Sevas

Paliouri Beach, Xenia Beach, Golden Beach

Nachdem wir den tollen Übernachtungsplatz an der Kapelle verlassen hatten, erreichten wir die Küste bei Paliouri. Viele Strände haben, obwohl sich diese nahtlos aneinanderreihen, verschiedene Namen. Zunächst erreichten wir die Strände: Paliouri Beach, Xenia Beach und die Golden Beach.

Insgesamt bilden diese 3 Strände einen sehr langen Strand, der nicht abgeteilt ist. An dieser Stelle hat es noch wenige Häuser, was sich bald ändern sollte. Lediglich eine verfallene Feriensiedlung war hinter dem Strand. Sie wäre aber gut als Übernachtungsplatz geeignet.

kassandra
Paliouri Beach und Xenia Beach
kassandra
Die Golden Beach im Winterschlaf

Lagoon Beach und Glarokavos Beach

Etwas nördlicher befand sich die Lagoon und Glarokavos Beach. Überrascht wurden wir von der idyllischen Lage, den die Strände befanden sich hinter einem Wald. Ein schmaler Durchgang verbindet das Meer mit einer Lagune. Einige Boote waren bereits im Wasser.

kassandra
Lagoon Beach
kassandra
Schmale Verbindung Lagune-Meer
kassandra
Lagune mit Bootsanlegestellen
Diverse Strände auf Kassandra

Pefkochori und Pallene

Nach der Lagune reihten sich nun Feriensiedlung an Feriensiedlung. Wir durchfuhren den Ort Pefkochori, ein größerer Ferienort. Viele Restaurants hatten bereits geöffnet. Nachdem wir den Strand besichtigten, der sich kaum zu den anderen Stränden unterschied, machten wir einen Abstecher zum „Mavrobara Turtle Lake“ in der Nähe von Pallene. Zunächst ging es eine sehr staubige steile Straße den Berg hoch. Oben angekommen, war die Weiterfahrt zum See gesperrt. Es wäre eine Wanderung möglich gewesen. Allerdings verzichteten wir, als wir lasen, dass die Schildkröten zu dieser Jahreszeit inaktiv seien.

kassandra
Strand nördlich von Pefkochori
kassandra
Grüne Landschaft vor der Abzweigung zum See
kassandra
Blick auf ein Polychrono

Der Ort Afitos

Etwas nördlicher liegt die Ortschaft Afitos. Im Gegensatz zu anderen Ferienorten, besitzt Afitos eine hübsche Altstadt. Afitos wird als schönstes Dorf auf Kassandra bezeichnet. Als wir das Dorf erkundeten, wurde vieles für die neue Saison restauriert. Der Ort liegt auf einer Anhöhe mit herrlichem Blick auf Meer und Sithonia. Wir wählten unten am Meer unseren Übernachtungsplatz. Die Anfahrt dahin entpuppte sich als kniffelig. Das Navi meinte, der Weg ginge durch die Altstadt, was kaum gegangen wäre. Also fuhren wir einen großen Bogen mit teilweis sehr engen und steilen Passagen zum Strand. Es zahlte sich aus, dass der Kasten nicht so breit ist.

kassandra
Hübsche Gassen, viele noch im Winterschlaf
kassandra
Am Meer unser Übernachtungsplatz
kassandra
Wieder ein langer Strand in Afitos

Byzantinisches auf Kassandra

Auf dem Weg auf nach Sithonia besuchten wir den Byzantinerturm in Neo Fokea, der 1407 erbaut wurde und ein Wahrzeichen darstellt. Weitere Hinweise auf die Byzantinerzeit auf Kassandra sind in Neo Potidea zu finden. Hier können Reste einer Befestigungsmauer aus dem 6. Jahrhundert besichtigt werden. An dieser Stelle befindet sich ein Kanal, der das Ägäische Meer mit dem Toronäischer Golf verbindet. Dieser Kanal erinnert ein bißchen an den weit größeren Kanal in Korinth.
Es geht nun zum mittleren Finger nach Sithonia.

kassandra
Hafen von Neo Fokea
kassandra
Byzantinerturm
kassandra
Markanter Felsen in Neo Fokea
kassandra
Mehrere Reste Befestigungsmauer
kassandra
Kanal in Neo Potidea
kassandra
Fischerboot in Neo Potidea

Infobox: Auf Kassandra sind im März so gut wie keine Touristen. Die Temperaturen sind am Tag sehr angenehm, kühlen am Abend stark ab. Wir hatten daher die Heizung teilweise an. Nur vereinzelnd sind Restaurants geöffnet. Supermarkt und Bäckerei sind überall zu finden. Das Meer ist nicht sehr warm, ein Bad ist möglich. Die Strände sind zu dieser Jahreszeit ungepflegt. Die Campingplätze, die wir sahen, waren allesamt geschlossen. Es ist demnach lediglich ein Freistehen möglich. Eine Trenntoilette an Bord ist sehr empfehlenswert, ja eigentlich unverzichtbar.
Strecke: Kassandra – 245 km bis 19 Grad

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert