Rund ums Ihlara Tal
Karawanserei Ağzıkarahan
Nach einer kühlen Nacht ging es auf einer 4-spurigen Straße in Richtung Ihlara Tal. Bis zur Stadt Aksaray war so weit das Auge reichte eine ebene Landschaft zu sehen. Wieder sahen wir bewässerte Weizenfelder und karge unbewässerte Böden. In Ağzıkarahan steht eine weitere Karawanserei. Dieses Gebäude ist kleiner als Sultanhani und nicht touristisch aufgeputzt. Dennoch wurde ein geringer Eintritt fällig. Wir fanden die Karawanserei sehenswert. Während am Morgen in Sultanhani bereits 8 Busse parkten, befanden sich in dieser Karawanserei lediglich 3 weitere Personen.
Die Kathedrale von Selime
Das nächste Ziel peilten wir mit der Ortschaft Selime an. Die Landschaft änderte sich zusehends. Mittlerweile sahen wir wieder schneebedeckte Berge und die Straße folgte der bergigen Landschaft. Interessant in Selime ist die sogenannte Selime Kathedrale, dies ist ein Berg mit Felsenwohnungen. Um diesen Berg sind weitere Wohnungen in den Felsen geschlagen. Am Berg waren wir die einzigen Personen, die diese wunderschönen Felsformationen besichtigten. Wir wussten nicht, dass die Touristen auf der anderen Seite der Kathedrale waren.
Erst als wir weiterfuhren, sahen wir die Souvenir-Shops und dass es Eintritt kostete. Halten wollten wir nicht mehr, denn was sollte auf dieser Seite viel anders sein, als das was wir zuvor gesehen haben. Vermutlich sind die Wege begehbarer. An dieser Stelle ist einer von mehreren Einstiegspunkte in das Ihlara Tal.
Belisırma, ein Dorf im Tal
Es war noch früh am Mittag und so ging es in die Ortschaft Belisirma. Auch hier befindet sich ein Zugangspunkt in das Tal. Steil fuhren wir die 10%ig Straße runter ins Dorf. Leider war auf halbem Weg die Straße komplett gesperrt und wir mussten umdrehen. So fuhren wir nach Ihlara auf die dort befindlichen „Ihlara Cam Teras“. Dies ist ein Cafe mit einer Aussichtsplattform. Leider kostete diese Plattform Eintritt. Nur 100m davor war ein geschlossenes Restaurant mit ähnlichem Blick in das Tal. So parkten wir kurz an dieser Stelle.
Kizil Kilesi
Wir erkundeten die Gegend weiter. Ganz in der Nähe steht eine orthodoxe Ruine aus dem 5. Jh. an der wir möglicherweise übernachten wollten. Die kleine Kirche war leider in einem schlechten Zustand, aber dennoch schön anzusehen. Ausser der Kirche war weit und breit nur Ackerland. Die Kirche steht auf 1770m und es lag noch etwas Schnee. Ungewohnt in der Türkei, es gab an der Kirche kein Internet. So ohne Internet wollten wir nicht bleiben. Es war mittlerweile schon spät und es ging zurück nach Ihlara zum dortigen Eingang und zum übernachteten auf dem leeren Parkplatz.
Das Ihlara Tal ist lang
Nach unserer Rundreise um Ihlara war klar, will man möglichst viel Tal sehen, könnten wir ab Haupteingang ca. 10,5km bzw. ab Eingang 1 ca. 13,5 km bis Selime wandern und fährt danach die jeweilige Strecke mit einem Taxi zurück bzw. umgekehrt. Das ganze Tal hat eine Länge von 18,5km was hin und zurück kaum zu schaffen ist. Allerdings war das nur Theorie, da wir am Haupteingang waren.
Wanderung im Ihlara Tal
Am Morgen hatten wir sonniges relativ warmes Wetter. Zunächst haderten wir, ob uns der teure Eintritt ins Tal wert sein mag. Anderseits waren wir einer netten Wanderung bei diesem Wetter nicht abgeneigt und so ging es los. Um 10Uhr schienen wir an der Kasse die Ersten zu sein. Im stolzen Eintritt ist immerhin die Selime Kathedrale enthalten. Zunächst ging es eine steile lange Treppe hinunter. Im Tal sind 25 Kirchen zu besichtigen, die allerdings nicht alle zugänglich waren. Unten angekommen wählten wir den linken Weg am Fluß entlang in Richtung Belisırma.
Am Wegesrand waren auf dieser Seite öfters mal Skurilitäten zu entdecken. Es war dabei immer ein schmunzeln über den Ideenreichtum dabei. Eine sehr schöne Abwechslung auf dem Wanderweg.
Rast mit Gözleme
Tatsächlich trafen wir lange Zeit keine weiteren Personen. War eine Kirche am Weg, hieß es steile Treppen nach oben erklimmen. In Belisirma drehten wir um und gingen auf der anderen Seite des Flußes zurück. Im Tal befinden sich ein großes Cafe mit Sitzgelegenheiten direkt am Fluß. Da das Cafe auf dem Rückweg auf der anderen Flußseite war, überquerten wir die Brücke in der Nähe. Was für ein toller Ort, der Fluß rauschte und der Ausblick auf die steilen Felswände war einfach grandios. Wir bestellten zwei Cay und zwei Gözleme, die von 2 Frauen frisch zubereitet wurden und super schmeckten.
Noch ein paar Kirchen
Nach der Rast ging es zurück auf die andere Seite. Wir wanderten bis Kirche 8(dunklen Kirche), dann drehten wir um und überquerten die Brücke am Einstiegspunkt. Noch 3 weitere Kirchen schauten wir uns an, dann drehten wir auch hier um. Anstrengend ging es die steilen Treppen hoch zum Eingang. Mittlerweile hatten sich eine stattliche Anzahl Touristen eingefunden. Insgesamt wanderten wir 9 km. Eine wunderschöne Wanderung ging zu Ende. Die Felsenkirchen waren unterschiedlich groß und manche hatten Fresken. Oft sahen diese sehr mitgenommen aus. Kein Wunder die Kirchen stammten aus dem 11. – 12. Jh.
Der Kratersee Narligöl
Auf dem Weg nach Kappadokien liegt der Narlıgöl Kratersee. Es ist ein vulkanischer See ca. 30 km vom Ihlara Tal entfernt. Merkwürdigerweise fahren viele Busse diesen See an. Wir dachten ein kurzer Blick kann nicht schaden und so machten wir ebenfalls diesen Abstecher. Der See hat smaragdgrünes Wasser und die Form ist herzförmig. Umrahmt wird er von vulkanischen Bergen.
Infobox: Eintritt: Ihlara Tal+Selime Kathedrale=15€. Übernachten Parkpatz Haupteingang= 200TL mit Wasser und Entsorgung. Narligöl Krater=Eintritt frei
Eintritt: Ağzıkarahan=60TL
Strecke: Ihlara– Ihlara: 150 km, 8-18 Grad sonnig













































