Saaremaa – Estnische Insel
Wir konnten bereits die nächste Fähre von Virtsu nach Kuivastu buchen, das auf der vorgelagerten Insel Muhu liegt. So erreichten wir Saaremaa relativ schnell. Über einen schmalen Damm ging es von Muhu auf die eigentliche Insel Saaremaa. Wir quartierten uns auf dem Tehumardi Camping in der Nähe von Kurressaara ein. Tehumardi ist sehr gut ausgestattet und hat einen kleinen Badeteich. Schnell hatten wir Kontakt und konnten unsere Reiseindrücke vor einer kleinen Hütte austauschen. Diese Hütte hatte mit Aufenthaltsraum, Kühlschrank und Herd alles was das Zelterherz benötigt.



Schloss Arensburg

In Kurressaara das früher mal Arensburg hieß befindet sich eine große Ordensburg. In diesem Areal ist ein interessantes Museum untergebracht. Neben dem Leben auf der Insel, ist in einer Etage eine Ausstellung über den 2. Weltkrieg untergebracht. Als wir durch den langen Raum schritten, sahen wir auf der einen Seite die Ausrüstung und Waffen der deutschen Wehrmacht und auf der anderen Seite konnten wir die Ausrüstung und die Waffen der roten Armee besichtigen. Diese Gegenüberstellung empfanden wir als eine tolle Idee und es war sehr informativ für uns. Dargestellt wurden auch die wechselnden Herrscher die in diesem Gebiet über die Jahrhunderte ihr „Unwesen“ trieben.


Der Leuchtturm von Sääre

Auf dem südlichsten Zipfel der Insel in Sääre steht ein schwarzer Leuchtturm. Dieser Ort ist jedoch nicht nur wegen dem Leuchtturm interessant, sondern war ein bedeutender Luftwaffenstandort der Roten Armee. Von dem Flugplatz Kogula, der in der Nähe ist, wurde während dem 2. Weltkrieg Luftangriffe auf Berlin geflogen. Für uns war das schon sehr ergreifend, diesen hautnahen Kontakt mit deutscher Geschichte zu erleben.


Pidula Forell auf Saaremaa
Nach diesen geschichtsträchtigen und schwer verdaulichen Besichtigungen wollten wir uns wieder den schönen Dingen des Lebens widmen und wir besuchten auf der Insel die Fischzucht Pidula. In Pidula stehen ein paar Wohnmobil-Stellplätze bereit. Natürlich ist es Pflicht hier eine Lachsforelle zu essen. Die Gäste können diese dann aus einem der Becken selbst angeln, oder lassen eine Forelle einfach angeln. Dieser Fisch wird danach auf einem Holzkohlengrill zubereitet. Eine sehr leckere Angelegenheit.





Interessanterweise waren wieder einige junge Finnen anwesend, die eine Hütte auf einer kleinen Insel für ein Wochenende gebucht hatten. Unmengen von alkoholischen Getränken wurde in die kleine Fähre geladen. Auch hier war wieder sehr viel Remmi-Demmi mit lauter Rockmusik. Doch wie schon in Pärnu war pünktlich um 22.00Uhr die Party schlagartig beendet und uns stand eine äußerst ruhige Nacht bevor. Einfach faszinierend.



Angla Windmühlen Park
Auf der Rückreise zum Festland kamen wir an dem Angla Windmühlen Park vorbei. Neben einigen besonderen Windmühlen sind auf dem Areal alte Landmaschinen ausgestellt. Mit Interesse haben wir den Park besichtigt.


