Der verlassene Peipussee
Der Peipussee ist der fünftgrößte europäische See. Etwa 1/3 gehört zu Estland und 2/3 des Sees liegt auf russischem Staatsgebiet. Insgesamt ist der See siebenmal größer als der Bodensee. Im Norden am See leben ausschließlich staatenlose Russen in mehreren Dörfern. Die Lebensumstände erschienen uns sehr einfach. Erstaunt hat uns, dass sie keinen Pass besitzen, weil die Russen sie nicht haben wollen und die Esten sie nicht einbürgern, weil sie nicht estnisch sprechen. Sehr schwierig für die Menschen, denn estnisch ist eine nicht leicht zu lernende Sprache.




Gespenstische Leere auf dem Peipus

Als wir am Peipussee ankamen, empfanden wir die Stimmung insgesamt als gespenstisch. Wir hatten eigentlich am See touristisches erwartet, wie Hotels, Restaurants, Badestrände und einen regen Betrieb auf dem Wasser.
Nichts konnten wir davon entdecken. Weder Restaurants, noch Unterkünfte für Urlaubssuchende waren zu sehen. Der See war geradezu leergefegt. Nichts bewegte sich auf dem Wasser. Ein riesiger menschenleerer See bekamen wir zu sehen. Irgendwie dann doch faszinierend für uns. Wir waren stark verunsichert, wo wir überhaupt unser Wohnmobil sicher hinstellen konnten.



Weiter südlicher entdeckten wir einen frisch eröffneten Stellplatz, auf dem wir übernachteten. Auf dem Stellplatz Wohnmobil Vilipu standen nur weitere zwei Wohnmobile.


