Der Wallfahrtsort Fatima
Fatima steht ganz im Zeichen der drei Hirtenkinder, denen 6-mal ab 13. Mai 1917 die Mutter Gottes erschienen sein soll. Die Stadt ist einer der wichtigsten Wallfahrtorte der katholischen Kirche und der Wichtigste in Portugal. Fatima besitzt den weltgrößte Kirchenvorplatz mit 9.000 Plätzen. Die 2007 eingeweihte Kirche zur Heiligsten Dreifaltigkeit ist damit die 4. größte Kirche der Welt. In dieser Kirche sind mehrere Kapellen angesiedelt. Viele Dörfer würden sich über die Größe einer der Kapellen freuen. Im Komplex ist ein interessantes Museum zu finden.
Der Bußweg beginnt am großen Kreuz
Am großen Platz steht ein riesiges Kreuz. Es markiert den Beginn vom Bußweg mit mehreren 100m. Hier bitten Gläubige auf Knien um Vergebung, oder um Hilfe. Dieser Weg endet an der Erscheinungskirche.
Es besteht eine bewegende Atmosphäre an diesem Ort. Innerlich spürten wir die unglaubliche emotionale Kraft des Glaubens. Die vielen Menschen, denen es nicht gut geht und hier um Hilfe oder Vergebung bitten, rührten uns zutiefst. Wir spürten selber, bei allen Problemen die es gibt, wie gut es einem geht.
Die Rosenkranz-Basilika in Fatima
Gegenüber steht die ab 1928 erbaute Rosenkranz-Basilika. Die Basilika hat ein besonderes Glockenspiel, das jede volle Stunde zu hören ist. In der Nähe des Altars befinden sich die Gräber der drei Hirtenkinder. Wie in einer Erscheinung vorausgesagt, starben zwei Kinder sehr früh, während Lucia mit knapp 98 sehr alt wurde. Der wichtigste Teil des Komplexes ist die Erscheinungskapelle. An dieser Stelle soll Maria den Kindern erschienen sein.
Die Erscheinungskapelle
An der Erscheinungskapelle werden den Tag über viele Andachten abgehalten, die sowohl gesprochen, als auch gesungen werden. Um diese Kapelle, die großzügig überdacht ist, versammeln sich besonders viele Gläubige. An der Kapelle endet auch der Bußweg der am großen Kreuz begann, nachdem die Kapelle einmal umrundet wurde. Hier konnten wir am Abend eine bewegende Andacht mit 3 Priestern beiwohnen, wobei ein Priester in Englisch die Fürbitten vortrug.
Gläubige schmeißen Kerzen ins Feuer
Da die Kinder bei einer Erscheinung in das Fegefeuer blickten, ist gleich nebenan eine Station, wo die Gläubigen ihre Sünden in der Form von Kerzen verbrennen. Dies soll wohl das Fegefeuer darstellen.
Eine bewegende Lichterprozession
Normalerweise ist eine Lichterprozession nur am 13. Mai. In diesem Jubiläumsjahr findet diese Prozession bis Oktober an jeden Abend statt. Tausende Gläubige kommen, um dieser beeindruckenden Andacht beizuwohnen. Nach vielen Fürbitten und Gesang, wird die Prozession angeführt von einem leuchtenden Kreuz. Die Gläubigen folgen mit brennenden Kerzen. Einige 100m später folgt die Mutter Gottes, der wiederum weitere Gläubigen mit Kerzen folgen. Es wird einmal um den großen Platz gegangen und endet wieder in der Erscheinungskapelle. Nach dem Segen der Priester ist die Andacht nach ca. 2h beendet.
Lucia’s Haus
Zum Schluß besuchten wir das Geburtshaus von Lucia. Hier lebte sie bis zu ihrem 11. Geburtstag.
Im Inneren des Hauses sind die Möbel der damaligen Zeit ausgestellt.
Ein Stück Berliner Mauer
Neben dem großen Platz konnten wir ein Stück der Berliner Mauer in einer großen Vitrine entdecken. In der Stadt sind viele Parkplätze und nur wenige Restaurants vorhanden. Feststellen konnten wir, dass an diesem heiligen Ort, keinerlei Abzocke war, sondern alle Preise sehr fair waren, so war der Übernachtungsparkplatz hinter der Basilika sogar kostenlos und eine größere Kerze für das Feuer kostete 1.-€. Wir wurden vollkommen in diesen spirituellen und historischen Ort hineingezogen und führten spontan ebenfalls eine Wallfahrt durch.
Infobox: In Fatima gibt es viele Parkmöglichkeiten. Ein größerer Platz liegt hinter der Basilika. Dieser Platz ist kostenlos und zum übernachten geeignet. Lediglich Müllentsorgung ist vorhanden.
Strecke: Fatima – 120 km, sonnig, 19 Grad


















