Grenze, Tetouan und Oued Laou
Grenzübertritt nach Marokko
Die Grenzüberquerung von Ceuta nach Fnideq dauerte, so mußte Têtouan warten. Der QR Code den man in Ceuta noch zu holen hatte, ist mittlerweile nicht mehr nötig. Zunächst wurden die Reisepässe geprüft. Bei der nächsten Station mußten wir zur Seite fahren. Das Gepäck hinten und alle Stauräume und das Innere wurde genaustens geprüft, sogar die Betten wurden angehoben. Unsere Bierdosen störten aber nicht weiter, nur eine Drohne hätte wohl fatale Folgen gehabt. Nachdem noch der Drogenhund das Mobil prüfte, bekamen wir einen wichtigen Zettel mit Code und wir durften einreisen.
Die Altstadt von Têtouan
Bis zum ca. 40km entfernten Têtouan waren viele Hotelkomplexe und endlose Sandstrände zu sehen.
Den Parkplatz wählten wir in der Nähe des Friedhofes. Oft werden solche Parkplätze von Einheimischen bewacht. Dabei ist unklar, ob es sich um offizielle Parkwächter, oder um Marokkaner handelt, die etwas Geld verdienen wollen. Seis denn, wir gaben ihm 20 MAD.
Wichtiger im Nachhinein war allerdings, dass uns ein Einheimischer Têtouan zeigen wollte.
Der Stadtführer war wichtig
Zunächst ging es über den Friedhof, der überwältigend groß war. Wir waren schnell froh ihn zu haben, zumal er ein bißchen Deutsch konnte. Nie und nimmer hätten wir diese Altstadt alleine bewältigt. Zu eng und zu verwinkelt waren die Gassen, ob das GPS richtig funktioniert hätte, zweifelhaft.
In die Altstadt gingen wir durch das Tor Bab Sefli. Laut seiner Aussage, sei derzeitig in der Altstadt wenig los, da Ramadan sei. Nun ja, wo keine Geschäfte waren, sah man kaum jemanden. Auch hatten einige Geschäfte geschlossen.
Trotz Ramadan viel Handel
Viele kleine Handwerksläden waren zu sehen, die Seile, Kleider, Taschen, oder Teppiche herstellten.
In der Altstadt sind sehr viele Moscheen, die manchmal kaum auffallen. Auch an zwei Badehäuser (Hammam), eines für Frauen und eines für Männer liefen wir vorbei.
In einer einzigen Straße tummelten sich die Leute und allerlei Lebensmittel und andere Dinge wurden verkauft, von wegen, alles ist im Ramadan geschlossen.
Hartnäckig hält sich nämlich das Gerücht, dass währen dem Ramadan bis Sonnenuntergang alles geschlossen sei. Richtig ist, dass tatsächlich viel Geschäfte und Restaurants geschlossen sind. Aber es sind immer wieder Restaurants zu sehen, die geöffnet haben. Kein Problem ist Lebensmittel wie Brot, Gemüse und Fleisch zu kaufen. Diese Geschäfte sind häufig geöffnet.
Wir durften auf eine Zinne
Bei einem Teppichhändler durften wir auf die Zinne um Têtouan von oben zu besichtigen. Ein interessanter Ausblick auf die Altstadt wurde uns geboten.
Bei einem Kosmetikhändler wiederum, ließen wir uns mit allerlei Ölen massieren. Interessant war, dass in einem Raum ca. 50 Frauen saßen, die sich die Produkte von diesem Händler vorstellen ließen.
Viele Lebensmittelhändler boten ihre Waren feil. In der Altstadt konnten wir sehr wenige Touristen erblicken.
Têtouan über den Dächern
Oued Laou am Mittelmeer
Leicht durch die Berge, aber immer in der Nähe der Küste fuhren wir die wenig befahrene Strecke nach Oued Laou. Diese kleine Stadt liegt wunderschön am Fuße der Berge und besitzt einen sehr langen Kiesstrand. Die Strandpromenade ist gut ausgebaut. Vermutlich tummeln sich hier einige Touristen im Sommer. Viele Fischer sind in dieser kleinen Stadt ebenso angesiedelt.
Neben einem kleinen Campingplatz gibt es mehrere große Parkplätze. Auf einem konnten wir eine ruhige Nacht verbringen.
Infobox: Tetouan hat mehrere Parkplätze, zu empfehlen der Parkplatz am Friedhof oberhalb der Altstadt. In Oued Laou sind neben einem einfachen Campingplatz bei Abdul mehrere öffentliche kostenlose Parkplätze. Beim Parkplatz in der Stadtmitte könnten mehrere Einheimische vorbeikommen um Parkgebühren zu verlangen.
Strecke: Oued Laou – 105 km, leicht bewölkt 17 Grad