Versunkenes Hasankeyf

Bereits im Jahre 2024 hatten wir Hasankeyf einen Besuch abgestattet. Dieses Mal wollten wir das Dorf intensiver anschauen und besichtigten sowohl das Ruinendorf, als auch das Ersatzdorf des gefluteten Hasankeyf incl. Museum. Das Dorf wurde 2020 aus traurigem Anlass berühmt, denn eine 15.000 Jahre alte Siedlung musste einem Stausee weichen. Einige Bauwerke hat man vor dem Fluten auf die Anhöhe gegenüber dem Ruinendorf verlegt. Andere Bauten blieben für immer auf dem Boden des Stausees. Das umgesiedelte Dorf hat man schließlich mit neuen Gebäuden „originalgetreu“ erweitert.

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Verlegtes „alte“ Hasankeyf

Während das neu aufgebaute „alte“ Hasankeyf sicherlich fragwürdig ist, ist das Museum sehenswert. Archäologisch gesehen, war der Bau des Ilisu Staudamm an dieser Stelle ohnehin ein Frevel.

Expandierendes Batman

Als wir vor 2 Jahren durch Batman fuhren, wurde sehr viel gebaut. Mittlerweile sind die meisten Hochhäuser fertiggestellt und es wird nicht mehr sehr viel gebaut. Bevor wir Batman verließen, kauften wir bei einem hochmodernen Supermarkt ein. Um Batman wurde Öl gefunden und daher stehen überall kleine Bohrtürme. Selbst in der Stadt steht als Willkommensgruß ein Bohrturm der sich rhythmisch bewegt. Es scheint, diese Stadt hat noch viel vor.

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Die Bauten sind mittlerweile fertig
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Das neue Wahrzeichen
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Einer von vielen Bohrtürmen

Das antike Hasankeyf

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Brücke über den Tigris

In Hasankeyf angekommen, ging es direkt über die Tigris Brücke auf die andere Seite des Flusses. Hier strandeten wir sehr schnell an einer überfluteten Straße. Der Stausee war anscheinend sehr voll. Über eine seit März eröffnete neu asphaltierte Straße musste eine kurze aber steile Serpentinenstraße bewältigt werden. Ein paar Kilometer verlief die Straße auf einem Plateau, dann hieß es nach unten auf Seehöhe zu fahren. Nur mit Mühe konnten wir einen freien Parkplatz vor der Schlucht ergattern. Viele Einheimische nutzen diese Schlucht für einen ausgedehntes Picknick.

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Ende der Straße
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Beliebter Picknickplatz am See
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Steile Serpentine

Zu Fuß ging es auf der gut angelegten Anlage durch die Schlucht. Am Ende, die Überraschung, wir wurden nach Ticket und Ausweis gefragt. Ab diesem Jahr kostet die Besichtigung des alten Hasankeyf Eintritt. Das Ticket ist ebenfalls gültig für Museum und Zeynel-Bey-Mausoleum. Entlang der gut ausgebauten Gehwege schlenderten wir am Hang an den Höhlen, dem Palast und an der großen Moschee entlang. Die Anlage ist interessant, könnte aber mehr Infotafeln haben. Wir trafen eine Frau, die sagte, sie habe bis vor ein paar Jahren hier gewohnt und zeigte auf eine Wohnung in einer Höhle über dem kleinen Palast.

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Viele Autos in der Schlucht
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Anlage lädt zum Picknicken ein
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Alte Ruinenstadt
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Kleiner Palast und Hafen
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Großer Palast
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Hamam
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Eingang Palast
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Große Moschee

Wir bekamen Besuch

Hasankeyf
Toller Ausblick auf Hasankeyf

Am Abend blieben wir auf dem Plateau mit herrlicher Aussicht auf das neue Hasankeyf. Alsbald bekamen wir Besuch von 2 Männern. Wir luden sie zu einem Drink, Nüssen und Süßem ein. Prompt bekamen wir eine Einladung nach Batman in sein Cafe, bzw. nach Kemer in sein Hotel. Kaum 30 min später kam ein Mann, seine 3 Schwestern und 3 Mädchen, sowie ein Junge. Lange unterhielten wir uns über allerlei Dinge. Es war sehr lustig und so endete das Ganze in einen gemeinsamen kurdischen Tanz. Naja wie werden wir uns wohl angestellt haben.

Ein Heiratsantrag

Nach dem Tanz bastelten wir spontan aus einem Draht einen Ring. Der Junge machte auf Knien einem Mädchen einen Heiratsantrag, indem er ihr den „Drahtring“ an den Finger steckte, den sie freudig annahm. Spontaner und origineller geht ein solcher Antrag kaum. Wir wurden sogar zu seiner Hochzeit eingeladen. Am nächsten Tag wollten wir ihn in einem Cafe erneut treffen. Leider verfehlten wir uns, dafür trafen wir den Touristenführer mit dem wir uns bereits 2024 angeregt unterhielten. Wir tranken erneut den besten Kaffee in der Türkei und schlenderten durch das neu errichtete „alte“ Hasankeyf.

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Was für Momente

Das Museum ist interessant

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Wahrzeichen von Hasankeyf

Dieser Nachbau vom untergegangenen Hasankeyf kann man anschauen, oder auch nicht. Interessant ist jedoch das große Museum auf dem Gelände. Viel interessante Darstellungen über das damalige Leben wurde gezeigt. Außerdem sah man eine Unmenge an Münzen aus verschiedenen Epochen. Einige Wandtafeln stellten die Machtverhältnisse der Perser, Alexander des Großen usw. dar. Ein sehr interessantes und empfehlenswertes Museum. Am Ende gingen wir noch zum Zeynel-Bey-Mausoleum. Nachfolgend fuhren wir zurück auf die andere Seeseite zum Stellplatz am Wasser.

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Kaffee vor der Anlage
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Rekonstruierter Bau
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Zeynel-Bey-Mausoleum
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Vermutlich das erste Dorf
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Grabstätte
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Darstellung einer Wohnung
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Restaurant-Passage
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Kleiner Hafen vor dem Dorf
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Besondere Abendstimmung

Infobox: Eintritt: Altes Hasankeyf + Mausoleum + Museum=5.-€. Parkplatz vor „neuem“ Hasankeyf=50TL. Übernachtung vor den Restaurants oder gegenüber am See, oder auf dem Plateau kostenlos. Im Restaurant Marina unbedingt nach dem „special coffee“ fragen, er ist ein Traum
Strecke Hasankeyf 155 km, sonnig 23 Grad + Regen 17 Grad

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