Slettnes fyr

Der Slettnes fyr Leuchtturm in der Nähe der Ortschaft Gamvik war einmal der nördlichste Leuchtturm auf dem europäischen Festland. Der Leuchtturm steht zwar immer noch, ist jedoch mittlerweile außer Betrieb.
Eine wunderschöne Landschaft befindet sich an dieser Stelle. Für manche gilt dieser Ort sogar als alternatives Nordkap, liegt dieser geographisch gesehen nur leicht südlicher als das eigentliche Nordkap.
Vor dem Leuchtturm befindet sich ein Parkplatz zum Übernachten. An einer Straße weiter oben sind gleich mehrere Übernachtungsplätze vorhanden.
Angekommen sind wir bei Starknebel und 14 Grad und der Leuchtturm war kaum zu sehen.

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Parkplatz
Parkplätze im Hintergrund der Leuchturm Slettnes Fyr
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Ein Vogel attakiert eine Rentier

Am nächsten Tag war bei 20 Grad herrliches Wetter. Zum Baden in der Barentsee steht ein kleiner Strand zur Verfügung. Natürlich ist die See sehr frisch, dennoch ist ein Bad durchaus möglich, besonders wenn die Sonne scheint.
In Slettnes Fyr bietet es sich an eine ausgedehnte Wanderung durchzuführen. Bei unsere Wanderung haben wir sehen können, was es bedeuten kann, wenn man zu Nahe an ein Vogelnest kommt. Ein Rentier wurde regelrecht von einem Vogel attackiert. Auch unsere Drohne wurde sehr nahe von einem Vogel angeflogen.
Es ist ratsam, die Wege auch aus Gründen des Naturschutzes nicht zu verlassen.

Angenehm war es auf dem Torfboden zu gehen. Unterwegs konnten wir uns in ein Gästebuch eintragen.
In diesem Naturschutzgebiet befinden sich die sogenannten „Labyrinten“.
Dieses Labyrinth ist bei der Wanderung nur schwer zu finden. Unser Luftfotograf ließ das Bauwerk dann deutlich in Erscheinung treten.


Lokal war das Labyrinth schon lange bekannt. Aber erst 1927 wurde es von Archäologen entdeckt. Niemand weiß genau wann das 16x14m große Labyrinth erbaut wurde, vermutet wird, dass es im 16. Jahrhundert von Russen errichtet wurde, da zu diesem Zeitpunkt der russische Handel in der Finnmark begann. Die Russen fischten viel später im Frühjahr und Sommer von dem naheligendem Fischerdorf Steinvåg aus, diese Tatsache löst nicht unbedingt das Rätsel für die Verwendung des Bauwerks.

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Die „Labyrinten“

Ganz in der Nähe wurden aus der Samischen Eisenzeit oder dem Mittelalter Gräber entdeckt. Möglich also, dass Bestattungsrituale abgehalten wurden. Eine weitere Theorie ist, dass das Labyrinth evtl. dazu diente, böse Geister in den Innenraum zu locken, um sie so zu neutralisieren.
Einige berichten, es diente zur Beilegung von Streitigkeiten. Mit verbunden Augen wurden die Kämpfer in das Labyrinth geschickt. Nur derjenige, der wieder herauskam, ohne die Steine zu berühren, war der Sieger, weil dieser vermutlich Kontakt zu höheren Mächten hatte.
Auch möglich, da Wind und Wetter am anderen Meeresarm besonders wichtig war, könnte man das Labyrinth für Rituale genutzt haben, um für gutes Wetter und guten Fischfang zu bitten.
Viele Legenden ranken sich also um diesen Ort.

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Im Kaste ein Buch, zum Eintragen
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Blümchen und viel Gestein
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Kleines Fjord
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Küste bei den Labyrinthen
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Noch war dichter Nebel
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Interessant, wie der Nebel verschwindet
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Weicher Torfboden
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Viele Rentiere zu sehen
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Nicht häufig, weiße Rentiere
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Sonnenuntergang gegen 23.00Uhr

Infobox: Kostenlose Parkplätze auch zum Übernachten sind direkt am Slettnes Fyr, oder weiter oben vorhanden. Es gibt allerdings nur Müllentsorgung. Fahrstrecke: 165km, Fahrzeit 4h, 11-14 Grad, regnerisch
Strecke Slettnes Fyr

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