Unterirdische Stadt Derinkuyu
Die Fahrt von Ortahisar in das 55km entfernte Derinkuyu verlief an ein paar interessanten Örtlichkeiten vorbei. Neben der kappadokischen Landschaft, waren vor Mazi die vielen Bunker in den einzelnen Bergen interessant. Anscheinend wurde jeder Berg ausgehölt. In diese Lagerräume konnten sogar LKWs einfahren. Im Innern des großen Raumes befreiten hauptsächlich Frauen Kartoffeln von der Erde. Die gereinigten Kartoffeln wurden danach in 25kg durchsichtige Plastiksäcke abgepackt und verladen.
Die größte Stadt in Derinuyu
Die unterirdische Stadt Derinkuyu beheimatete vermutlich 20.000 Menschen samt Vieh und Vorräten. Sie ist die größte von bisher 36 entdeckten Städten dieser Art. Bekannt sind noch Kaymakli und Mazi, die ganz in der Nähe sind und für jeweils 6.000 Menschen Schutz boten. In Derinkuyu sind bisher acht Stockwerke mit einer Fläche von 2500 qm freigelegt. Der tiefste zugängliche Punkt liegt 55 m unter der Erde. Vermutlich sind es 18 Stockwerke mit einer Tiefe von 85 m. Interessant ist vor allem das ausgefeilte Belüftungssystem das gleichzeitig als Wassertransport diente.
In Derinkuyu viele Besucher
Bei unserer Besichtigung waren sehr viele Besucher im Tunnelsystem, das einem Labyrinth glich. An den Treppen zum nächsten Stock war oft viel Gedränge, da diese Gänge besonders eng und niedrig waren. Immer mal wieder mussten wir warten, da keine 2 Personen aneinander vorbeikamen. Viele Räume waren beleuchtet, manche dagegen Stockdunkel. Wollte man nicht gegen eine Wand stoßen, mußte das Licht im Handy angeschaltet werden. Neben Vorratsräumen und kleinen Behausungen befand sich sogar eine Kirche in der Stadt.
Das Belüftungssystem war ausgetüftelt
Interessant war das Belüftungssystem, das durch alle Stockwerke ging. Leider gab es am Eintritt und in dem Labyrinth kaum Informationen. Nur manchmal war ein Hinweisschild angebracht. Wir wussten meist nicht wozu ein Raum diente. Vielleicht wissen die Experten das selber nicht. Gut waren die rote und blaue Pfeile die den Weg an den Durchgängen zeigten. Beeindruckend war, was Menschen vor 4000 Jahren geschaffen haben, nicht beeindruckend war die Präsentation der Stätte.
Orthodoxe Kirche
Die Kirche der Heiligen Theodoros Trion wurde für die in der Region lebenden Griechen gemäß dem 1856 unter dem osmanischen Sultan Abdülmecid erlassenen Reformedikt erbaut und am 15. Mai 1858 für den Gottesdienst eröffnet. Aufgrund der Weintraubenmotive als Reliefs in der Fassade auch “ „Weintraubenkirche“ genannt.
Auf den türkischen Markt
Direkt an der Kirche war ein Restaurant das verschiedene Gözleme anbot, dem wir nicht wiederstehen konnten. So gingen wir in das Lokal und genossen hausgemachte Gözleme mit einem Cay. Auf dem lokalen türkischen Markt deckten wir uns günstig mit allerlei Lebensmittel ein. Viel Trubel war an den vielen Marktständen. Handeln konnten wir nicht. Die Waren hatten fast alle einen Festpreis.
Infobox: Eintritt 13.-€, Orthodoxe Kirche: 100 TL. Parken vor der unterirdischen Stadt. Man soll hier auch übernachten dürfen und es gibt Wasser.
Strecke: Derinkuyu– 55 km, 9 Grad regnerisch























