Ski in Kahramanmaras
Bevor wir in Richtung Kahramanmaras fahren konnten, mußten wir zunächst nach Kayseri in die dortige FIAT Werkstadt um ein kleines Motorenproblem zu beheben. Spät kamen wir von der Werkstatt weg. Leider waren die Berge tief verhangen und verwehrte uns den Blick auf den 3916m hohen Erciyes. Zunächst verlief die D815 in einem weitläufigen mit Ackerbau geprägten Tal. Spalier standen beidseitig schneebedeckte Berge. Es began nach Panarbasi der Dokuzdolambaç Pass der uns auf 1896 m mit frostigen 2 Grad brachte. Ein Erlebnis diese Straße zu fahren.
Die Schneegrenze war schon längst überschritten. Es folgte die D825, die uns auf den nicht mehr so hohen Alikayasi Pass führte. Via mehreren bis 4km langen Tunnel ging es in Richtung Tal bis vor Hasancikli und einer Höhe von 700m bei 12 Grad. Ab Göksun beginnt zudem ein Feriengebiet das bis Kahramanmaras reicht und viel Wasser und Berge, incl. schneesicherem Skigebiet bietet. Hasancikli wurde 2023 durch das schlimme Erdbeben um Gaziantib bekannt, da von diesem Ort die Hilfe koordiniert wurde und viele Menschen um diesen Ort eine Unterkunft fanden. Am nächsten Morgen war das Wetter wie ausgewechselt.
Es wird viel gebaut
Bei sonnigen 21 Grad wollten wir in Kahramanmaras eine Burg besichtigen. Davor war chaosartig alles zugeparkt, denn der davorliegende Stadtteil wurde komplett neu angelegt. Somit waren viele Straßen vor der Burg gesperrt und viel Staub in der Luft. Wir sahen diese Burg als nichts besonderes an und fuhren weiter in den Kapıçam Park. Bei der Weiterfahrt standen auf einem großen Areal viele Wohncontainer und wir vermuteten, dass darin Erdbebenopfer oder Flüchtlinge wohnten, die in Wohnungen ziehen sollen.
Überhaupt wird in jeder Stadt der Türkei sehr viel gebaut. Dies viel uns bereits 2024 in Batman auf. Man glaubt man reist in einem der reichsten Länder der Erde.
Licht und Schatten am Picknick Platz
Wir parkten oberhalb des Gartens in einem weitläufigen Picknickgebiet. Nur wenige Familien haben sich zum Grillen eingefunden. Eigentlich fanden wir mit Toilettenhäuser, Wassersäulen und Spülbecken eine komplette Infrastruktur vor. Leider war vieles außer Betrieb. Einige Wassersäulen funktionierten, was uns am Wichtigsten war und den Rest benötigen wir nicht. Müll war sehr wenig zu sehen und so fühlten wir uns sehr wohl auf dem Platz. Die Sonne war kräftig und wir konnten das Abendessen vor dem Wohnmobil genießen.
Abends kühlte es stark ab. Mittlerweile im warmen Wohnmobil mit Blick auf die schneebedeckten Berge, ließ in uns ein wohliges Gefühl aufkommen. Wir standen nachts alleine auf einem dunklen und sehr ruhigen Platz.
Der botanische Garten
Zuvor am Mittag besuchten wir den nahen botanischen Garten. Der Garten war nicht gross, meist wurden Bäume und Hecken aus allerlei Regionen präsentiert. Die Anlage ist sehr gefällig mit 2 Teichen gestaltet. Vor dem Park steht ein „Dondurma„-Verkäufer. Dies ist der Name für das Eis, das nach eigenen Angaben in Kahramanmaras erfunden wurde. Überhaupt gilt diese Gegend als Gourmetecke der Türkei. Angebaut wird in der Gegend Paprika und die Stadt ist darüber hinaus eine UNESCO-Stadt.
Besuch im Skigebiet
Es war nicht einfach bei den ganzen Baustellen in Kahramanmaras die Straße ins Skigebiet „Yedikuyular Kayak Merkezi“ zu finden. Das Navi irrte häufig, so strandeten wir sogar in einem Wohngebiet. Beim Zurück fanden wir endlich eine gut ausgebaute Straße in das 2300m hohe Skigebiet mit 7 km Pisten und 3 Lifte. Wir waren die Einzigen auf dem riesigen Parkplatz. Es sollte Parkgebühr kosten und der Sesselift war in Betrieb. Bezahlen mussten wir nicht, da wir ja nicht Skifahren wollten. Interessant mal ein türkisches Skigebiet zu sehen.
Infobox: Bier, Wein gibt es bei Migros oder in einem Spezialladen. Burg mit wenigen Parkplätzen. Kapicom Botanik Garten: 65TL.
Strecke: Kahramanmaras– 330 km, 8-21 Grad regnerisch-sonnig























