Ephesos und die Mutter Gottes

Obwohl keine gute Wetterprognose bestand, wollten wir Ephesos besichtigen. Letztlich hatten wir sehr gute Wetterbedingungen. Die Stätte besitzt einen oberen und einen unteren Eingang. Wir fuhren zum unteren Eingang. Ein Taxi wollte uns für 60.-€ zur Maria Kapelle fahren und uns nachfolgend am oberen Eingang absetzen. Der letzte Preis von 20.-€ war uns immer noch zu viel. Wir gingen zu Fuß die 2x2km, die leicht zu gehen waren. Wir wählten den Eintritt mit stolzen 52€ – enthalten das Experience Center. Nach der Besichtigung fuhren wir mit dem Kasten den Berg hoch zur 10km entfernten Maria Kapelle.

ephesos unterer Eingang
Unterer Eingang, viele Shops, großer Parkplatz

Warum nach Ephesos?

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Experience Center

Ephesos war während der römischen Herrschaft nach Rom die Nr. 2 im Reich. In der antiken Stätte sind herausragende Gebäude, wie das große Amphitheater, die Bibliothek und viele Tempel zu sehen. Hier stand mit dem Artemis Tempel eines der sieben Weltwunder. Am 21. Juli 356 v. Chr. brannte dieser Tempel durch Brandstiftung ab. Eine Legende besagt: Die Schutzgöttin Artemis konnte den Tempel nicht schützen, da sie bei der Geburt von Alexander dem Größen weilte. Ein Terrassenhaus zeigt die damaligen Wohnungsverhältnisse. Auf dieser Seite kann nur das Wichtigste in Ephesos gezeigt werden.

Das Experience Center

Das Experience Center zeigt in 3 Räumen phantastisch animierte Filme. Diese sind in 360 Grad Technik hergestellt und zeigen den Aufstieg und den Niedergang von Ephesos. Selbst der Boden bebt bei dem gezeigten Erdbeben.

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Göttin Artemis
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Tolle 360Grad Technik
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Apostel Paulus predigt

Effekt Erdbeben

Göttin Artemis

Geschichtliches zur antiken Stätte

Ephesos soll bereits im 7. Jahrtausend v.Chr gegründet worden sein. Wechselnde Herrscherreiche wie z.B. die Hethiter, Lyder oder Perser wechselten bis im Jahre 334 v.Chr. Alexander der Große die Stadt übernahm. Es begann die hellenische Zeit und die Neugründung mit Stadtmauern und Gebäuden wie sie nun zu besichtigen sind. Unter der römischen Herrschaft ab dem 2. Jh v. Chr. stieg die Stadt zur Metropolis Asiae auf. Der pergamenische König Attalos II. vermachte Ephesos dem römischen Volk. In Ephesos lebten ca. 50% Sklaven.

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Amphitheater für 25.000 Zuschauer
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Arkadiane, Straße vom Hafen zum Theater 500m x 11m breit

Marc Antonius und Kleopatra überwinterten 33. v.Chr. in Ephesos und organisierten von hier den Krieg gegen Octavian, der später Kaiser Augustus wurde. Im Jahre 52-55 predigte Apostel Paulus in Ephesos. Im 2. Jh n.Chr. hatte Ephesos seine Blütezeit. Mehrere Erbeben und die Katastrophe 270 beendete diese Zeit. Ein letzter Aufschwung gab es nochmals im 5. Jh. n.Chr. Ab dem 4.-14. Jh n.Chr war Ephesos unter Byzantinischer Herrschaft. die Seldschuken übernahmen die Stadt 1304. Danach folgte die Herrschaft der Osmanen.

Die Marienkirche

Gleich neben dem Eingang sind die Reste der Marienkirche zu sehen. Die 145x30m dreischiffige Bischofskirche erlangte 431 n.Chr Berühmtheit, da das 3. Ökumenische Konzil (Maria als Gottesgebärerin) stattfand. Später war sie Begräbniskirche.

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Kirchenschiff
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Altarbereich

Die Celsus Bibliothek

Erbaut ab 100 n.Chr von Gaius Iulius Aquila für seinen Vater den Senator Tiberius Iulius Celsus Polemaeanus. Sie wurde über der Grabkammer des Verstorbenen errichtet. Die Bibliothek wurde beim Erdbeben 270 n.Chr. zerstört und nicht wieder aufgebaut.

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Prunkvolle Fassade
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8 Statuen am Portal
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Gewölbe bei der Bibliothek
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Tor zur Bibliothek
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Prachtstraße „Kureten“

Das Terrassenhaus

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Prunkvolles Bad

Im Terrassenhaus wird nach wie vor weiter restauriert. Dafür wurde der Komplex vollständig überdacht. Maßgeblich verantwortlich ist der österreichische Staat. Im Areal sind insgesamt 7 Wohneinheiten zu sehen, die terrassenartig gebaut wurden. Dazu ist ein Luxusbad und eine Basilika bei den Einheiten. Die Wände sind bemalt. Der Fußboden ist mit Mosaiksteinen bebildert. In diesen Wohneinheiten wohnten wohlhabende Bürger. Für die Besichtigung des Terrassenhauses ist mindestens das 52.-€ Ticket notwendig.

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Basilika
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Wohneinheiten mit Bemalung
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Mosaikfußböden in den Einheiten

Tor und Tempel des Hadrian

Das Hadrianstor war dreigeschossig und diente als Abzweigung der Prozessionstraße nach Ortygia. Das Obergeschoss ist dem Hadrianstor in Athen nachempfunden. Es rahmte zwei schmälere Durchgänge ein. Nach dem Erdbeben wurde das Tor wieder errichtet und in die Seitenjoche wurden Wasserbecken eingebaut.

Der Hadrianstempel stammt vermutlich aus dem Jahr 117 n. Chr. und entstand zu Ehren des römischen Kaisers Hadrian. Es war ein Heiligtum in der Prachtstraße der sogenannten Kuretenstraße. Der Tempel wurde durch ein Erdbeben zerstört und wieder aufgebaut.

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Das Hadrianstor
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Der Hadrianstempel

Die Latrine

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Die Latrine

In der Nähe der Akademiegasse erreichte man eine öffentliche Latrine. Diese Latrine war eine öffentliche frei zugängliche Gemeinschaftstoilette. Die Sitze waren um einen offenen Säulenhof an drei Seiten angebracht. Vor den Sitzbänken floß in einem Kanal Frischwasser zur Reinigung

Das Bouleuterion

Bouleuterion war Tagungsort es Rates (Boule) und Ort für musische Aufführungen und Wettbewerbe. Es war überdacht und hatte eine Bühnenwand. Der Bau wurde 100 n.Chr. errichtet.

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Das Bouleuterion
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Es war überdacht

Das Prytaneion

Das Gebäude war Amtssitz der obersten Stadtbeamten und 33 x 28m groß. Der Hauptraum diente öffentlichen Ehrenspeisungen. Es sind die 4 berühmten römischen Nachbildungen der Statue der Artemis Ephesia aufgestellt.

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Das Prytaneion
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Gehörte vermutlich dazu

Die Tetragonos Agora

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Die Agora

Der Handelsmarkt wurde bereits im 3. Jh v.Chr. gegründet und hatte eine Seitenlänge von 154 m. Zusätzlich war ein zentraler Hof mit 112 m Länge vorhanden. Die Agora wurde mehrfach verändert.

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Die Agora

Das Heraklestor

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Begrenzte die Kuretenstraße im Osten. Es sperrte die Straße für den Wagenverkehr.

Der Polliobau

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Der Rest eines Ehrengrabes. Für Gaius Sextillius Pollio im 1. Jh n.Chr.

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Prachtstraße
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Straße zum oberen Eingang
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Tempel

Mutter Gottes Kapelle

Etwa 10 km vom unteren Ephesos Eingang entfernt befindet sich die Mutter Gottes Kapelle. An diesem Ort soll Maria bis zum Ende ihres Lebens gewohnt haben. Beerdigt ist sie hier nicht, sondern ihre Gebeine befinden sich in Jerusalem.
Die Beweise dafür: Das heilige Grab des Johannes in Ephesos, da er Maria beschützt hat und das Konzil das 431 n. Chr abgehalten wurde. Es war das 1. das Maria geweiht wurde. Es ist bekannt, dass viele Gläubige an Maria Himmelfahrt hierher pilgerten um die entschlafene Maria zu ehren. Der Ort wurde Panayakapula (Jungfrau Maria) genannt.

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Maria Statue

Diese Kapelle besuchten bereits zwei Päpste, Paul VI und Johannes Paul II. Anscheinend zweifelt die katholische Kirche nicht daran, dass hier Maria, Mutter Gottes hier lebte und starb.

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Die Maria Kapelle
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Ein Seitenraum
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Der Altar nur von außen

Ans Meer nach Pamucak

Wir verließen Ephesos und fuhren Richtung Meer nach Pamucak. Entlang der Straße standen alle 50m Löwenstatuen, die hübsch anzusehen waren. In Pamucak ist ein sehr langer und breiter Strand der sehr gut geeignet zum Übernachten ist. Zum Abschluß genehmigten wir uns ein türkisches „Efes“ Bier. Efes ist der türkische Name für Ephesos. Zukünftig werden wir immer an diese Örtlichkeit denken, wenn wir dieses Bier trinken. Leider hatten wir einen starken langen Dauerregen. Einige PKWs steckten am Strand fest.

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Löwenstatuen
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Großer Strand
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Ephesos heißt Efes auf türkisch

Infobox: Eintritt Ephesos 40€=Basis; 52€+Experience/Terrassenhaus; 65€+Museum/Basilkia(In der Stadt). Parken ist enthalten. Wir empfehlen die mittlere Variante. Der Eintritt in die Maria-Kapelle incl. Parken, teure 700TL. Übernachten in Ephesos möglich. Wir fuhren an die tolle Pamucak Beach mit 3km Strandlänge. Sehr sicher da eine Jandarma Station daneben ist.
Strecke: Ephesos– 85 km, 19 Grad wechselhaft

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